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Projekt Oryx - die Rettung der weißen Arabischen
Säbelantilope
Im Jahr 1962 wurde das „Projekt Oryx“ ins
Leben gerufen. Kurz vor zwölf - die anmutigen weißen
Antilopen, die Charaktertiere der Arabischen Wildnis,
standen durch gnadenlose Bejagung kurz vor der Ausrottung
- bemühte sich der internationale Artenschutz um
die Zusammenführung der noch in Gefangenschaft
verbliebenen Oryx-Antilopen zu einem koordinierten Zuchtprogramm.
Dabei nahm und nimmt heute das extra dafür eingerichtete
jordanische Schutzgebiet im Shaumari-Reservat eine herausragende
Rolle ein. Shaumari befindet sich im Osten von Amman,
in der Nähe der berühmten ummayyadischen Wüstenschlösser.
Diese schönen Tiere, die einstmals über ganz
Arabien bis einschließlich
Irak, Syrien, Jordanien und dem Sinai verbreitet waren,
standen durch gnadenlose Jagd am Rand der Ausrottung
zum Zeitpunkt der Gründung des Reservats. Heute,
41 Jahre später, besteht die Herde in dem 22 qkm
großen, umzäunten Gelände aus weit über
100 Tieren.
Außer der Oryx-Antilope werden hier der Syrische
Wildesel (Onager), der Strauß, der Nubische Steinbock
und Gazellen gezüchtet. Zudem finden sich in dem
22 qkm großen, vor Haustierbeweidung geschützten
Terrain weitere 11 Säugetier- und 134 Vogel- und
130 Pflanzenarten. Der Bestand an nachgezüchteten
Antilopen ist inzwischen so groß, dass man eine
kleine Gruppe in einer abgelegenen Ecke im Wadi Rum
ausgewildert hat, so dass ein Stück Ursprünglichkeit
in die Wüstenwildnis zurückgekehrt ist.

Onager: Auch die Wildesel der Arabischen Halbinsel
(Stammform unserer Hausesel, die im Nahen Osten auch
erstmals domestiziert wurden) werden in Shaumari nachgezüchtet
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