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Nubische Steinböcke am Toten Meer
Ein anderes, landschaftlich nicht weniger reizvolles
Schutzgebiet, in dem Besucher an Wanderungen teilnehmen
können, ist in den Schluchten des grandiosen Wadi
Al Mujib. Das 212 qm² große Reservat beherbergt
eine kleine Herde von 30 frei umherziehenden Nubischen
Steinböcken, die aus einem Zuchtprogramm stammen.
Weitere 70 Tiere werden von der RSCN in einem Gehege
gehalten. Große Raubtiere wie die gestreifte Hyäne,
der Syrische Wolf oder der Wüstenluchs (Caracal)
haben hier noch ihr Revier. Verschiedene Adler-, Geier-
und andere Greifvogelarten drehen hier ihre Runden.
Leider ist das Naturparadies bedroht: Der verbreitete
Wassermangel im Nahen Osten zwingt auch Jordanien dazu,
all seine verfügbaren Wasserressourcen zu nutzen.
Zur Versorgung der Hotels und der Landwirtschaft rund
um das Tote Meer will man größere Wassermengen
aus dem Gebiet abpumpen.
Der waldreiche Norden
Auf dem Weg in den Norden trifft man auf das Schutzgebiet
Ajloun, ein 13 qm² großes Areal unweit der
gleichnamigen Burg aus dem Mittelalter. Das mediterrane
Hügelland ist 1988 unter Schutz gestellt worden.
Der Baumbestand setzt sich überwiegend aus Eichen-
und Pistazienbäumen zusammen. Eine große
Artenzahl von Wildblumen wächst hier.
Die südlichen Formen des Rotfuchses, Rehs und Wildschweins
haben hier ihr zuhause. Die Waldflächen hier entsprechen
denen, die einstmals weite Teile des Nordens bedeckten.
Der Ausblick von der Ritterburg Ajloun offenbart die
ganze Schönheit der Landschaft, die hier Jahr für
Jahr viele Besucher anlockt.
Eine bunte Blütenpracht überzieht im Frühjahr
den relativ grünen Norden Jordaniens
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